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veröffentlicht am 25. Februar 2020 in der Kategorie

Wohnwagen Unfall – Was tun?

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Ein Thema, das alle Autofahrer betrifft und somit natürlich auch die Besitzer von Wohnwagen oder Wohnmobilen: Ein Unfall auf der Straße. Es passiert schneller als man denkt und fast immer unerwartet. Doch gerade deswegen ist es sinnvoll, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Hier lesen Sie, wie Sie Unfälle mit Ihrem Wohnwagen vermeiden können - und was Sie im Falle eines Wohnwagen-Unfalls tun sollten.

Hauptursache von Unfällen mit dem Wohnwagen: mangelnde Fahrpraxis

Die Unfallforschung hat ergeben, dass insbesondere bei Unfällen mit Wohnwagen eine mangelnde Fahrpraxis die Hauptursache der untersuchten Unfälle war. Viele Wohnwagenbesitzer fahren etwa nur ein mal pro Jahr mit ihrem Caravan in den Urlaub und sind deswegen die veränderten Fahreigenschaften Ihres Autos mit Anhänger nicht gewohnt. So kommt es zu Fehleinschätzungen oder Überreaktionen. Je nach Größe und Gewicht, kann ein Wohnanhänger das Fahrverhalten des Gespanns stark beeinflussen. Vor allem auf bergigen oder kurvigen Straßen muss ein Auto mit einem Anhänger anders gesteuert werden, um Unfälle zu vermeiden. Auch die Abmessungen eines Gespanns mit Wohnwagen gilt es zu berücksichtigen und insbesondere in Urlaubsregionen sind zusätzlich die Straßen vielleicht anders als gewohnt. Machen Sie sich daher vor jeder Reise mit Ihrem Wohnwagen langsam vertraut und unternehmen Sie achtsam einige Probefahrten.

Wohnwagen werden insbesondere bei Urlaubsreisen schnell überladen

Überladung ist bei Wohnwagen die zweithäufigste Ursache für Unfälle. Viele urlaubshungrige Wohnwagenbesitzer denken beim Packen ihres Urlaubsgepäcks nicht an das Gewicht und die zulässige Höchstgrenze für die Zuladung Ihres Wohnanhängers. Denn das großzügige Platzangebot im Wohnwagen verführt natürlich dazu, noch das eine oder andere Teil in den Urlaub mitzunehmen, so lange es noch reinpasst… Schnell ist so ein Wohnwagen dann überlastet. Nur Wenige stehen beim Packen mit einer Waage neben dem Wohnwagen und führen dann beim Beladen genau Buch über das Gewicht der Ladung. Dabei ist dies ein sehr wichtiger Aspekt für das Verreisen mit dem eigenen Wohnwagen. Denn mit zunehmendem Gewicht erhöht sich auch der Bremsweg des Gespanns und damit das Risiko für einen Auffahrunfall. Bei einem Wohnmobil sollte auch das Gewicht der Insassen nicht vergessen werden! Das zulässige Gesamtgewicht finden Sie im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung für Ihren Wohnwagen.

Auf Gewichtsverteilung im Wohnwagen achten

Und nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch die Verteilung des Gewichts im Wohnwagen wirkt sich stark auf die Fahreigenschaften des Anhängers aus. Auf keinen Fall sollte das Gewicht im Anhänger zu einseitig gelagert sein. Auch muss sämtliches Gepäck gut befestigt sein und darf während der Fahrt nicht verrutschen, auch nicht bei einer Ausweichbewegung oder einer Vollbremsung mit dem Wohnwagen. In einem Wohnanhänger dürfen sich während der Fahrt keine Personen aufhalten. Und in Wohnmobilen müssen während der Fahrt alle Insassen auf den zur Fahrt zugelassenen Sitzen angeschnallt sein. Herumlaufen ist nicht gestattet. Auch Tiere dürfen nicht herumlaufen, sondern sollten in einer passenden Box untergebracht sein. Achten Sie auch auf die richtige Bereifung und den korrekten Reifendruck bei Wohnwagen und Zugfahrzeug!

Wenn es passiert ist: Richtiges Verhalten im Falle eines Unfalls mit dem Wohnwagen

Wenn auf der Straße ein Unfall passiert, ist gesetzlich vorgeschrieben, wie man vorzugehen hat. Am besten prägen Sie sich diese Schritte gut ein, damit Sie im Falles eines Unfalls mit Ihrem Wohnwagen direkt und schnell handeln können:

  • Warnblinkanlage einschalten.
  • Wenn möglich, das Fahrzeuggespann an den Straßenrand manövrieren.
  • Noch vor dem Verlassen des Autos die vorgeschriebene Warnweste überziehen.
  • Darauf achten, wo das andere Auto anhält, das am Unfall beteiligt war. Falls das Auto nicht anhält, auf das Kennzeichen und Autotyp und Farbe achten und dies einprägen.
  • Unfallstelle absichern: Warndreieck aufstellen, (mind. 50 oder 100 Meter vor dem Unfall), um andere Verkehrsteilnehmer vor der Unfallstelle zu warnen.
  • Den Unfall einschätzen: ist es nur ein Blechschaden oder sind Personen verletzt?
  • Wenn nötig, leisten Sie bei den verletzten Unfallbeteiligten Erste Hilfe.
  • Wenn kein Personenschaden vorliegt, genügt es, wenn Sie die Polizei benachrichtigen (Rufnummer 110), bei Verletzten oder bei unklarer Situation rufen Sie den Rettungsdienst (Rufnummer 112).
  • Notieren Sie sich die Informationen zu den Details des Unfalls: Amtliche Kennzeichen aller Fahrzeuge, Namen und Anschriften der Fahrer und Fahrzeughalter, sowie die aller Unfallzeugen. Bleiben Sie dabei sachlich und beschuldigen Sie niemanden.
  • Dokumentieren Sie die Schäden durch Beschreibung und durch Fotos, z.B. mit dem Handy. Machen Sie eine Skizze des Unfalls und des Ortes: Welches Fahrzeug kam von wo, wie kam der Unfall zustande? Alle diese Infos können später für Versicherungszwecke sehr wichtig sein.
  • Bei Reisen mit Ihrem Wohnwagen ins Ausland sollten Sie auch immer einen „Europäischen Unfallbericht“ im Handschuhfach mitführen und bei Bedarf ausfüllen. Das ist ein standardisiertes Formular, das hilft, Sprachschwierigkeiten zu überwinden, damit Sie sich auch im fremdsprachigen Ausland mit anderen Unfallbeteiligten verständigen können.

Umgang mit einem kleinen Blechschaden bei einem Unfall mit dem Wohnwagen

Viel öfter als schwere Unfälle sind kleinere Kollisionen mit Blechschäden oder Kratzern an den Fahrzeugen oder am Wohnwagen. Dies passiert insbesondere Wohnwagen-Neulingen sehr schnell, die sich noch nicht so mit den Abmessungen und dem Fahrverhalten ihres Wohnwagens auskennen. Auch hier gilt es, an der Unfallstelle vorsichtig zu sein, beim Aussteigen im Verkehr die Warnweste anzuziehen und dann alles genau zu dokumentieren. Rufen Sie in jedem Fall die Polizei, denn nur mit einem Polizeibericht besteht später die Möglichkeit, eine Versicherung zur Schadenbeilegung einzuschalten. Tauschen Sie alle Informationen aus, falls andere Fahrer beteiligt sind, wie Namen, Adressen, Telefonnummern, Führerscheinnummern und Kfz-Versicherung. Und notieren Sie was Ihr Wohnwagen beschädigt hat, bzw. wie Ihr Wohnwagen beschädigt wurde. Auch bei der Beschädigung von Sachen wie z.B. Gartenzäunen beim Rangieren mit dem Wohnwagen sollten Sie natürlich die Daten der entsprechenden geschädigten Person notieren. Sehen Sie sich immer auch nach Augenzeugen um und bitten Sie diese um Mithilfe.

Einen Wohnwagen nach Unfall verkaufen

Falls Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil später einmal verkaufen, so ist es wichtig, einen früheren Unfall unbedingt zu erwähnen und auf evtl. Schäden oder durchgeführte Reparaturen hinzuweisen. Ansonsten könnte ein Käufer den Kaufvertrag später wegen arglistiger Täuschung anfechten. Sparen Sie sich und dem Käufer also dieses Risiko ein und gehen Sie transparent mit allen Tatsachen um. Weitere Hinweise und Tipps zum Verkaufen eines gebrauchten Wohnmobils oder Wohnwagens finden Sie hier in diesem Beitrag.

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